Anmelden
Für die Praxis › Kita kreativ
Veröffentlicht am 26.03.2017  Geschrieben von Maja Hasenbeck

Frühlingserwachen mit Arche Noah

Die Kraft, die der Frühling mit sich bringt, kann Berge versetzen. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen! So lassen sich gut neue Schritte wagen und jeder Schritt bedeutet Bewegung, Aufbruch. Genau diese Stimmung greift die Erzählung der Arche Noah auf, die sich prima für eine schöne Gestaltungsaufgabe in der Kita eignet. Was für ein fantastisches Bild muss das gewesen sein, als all die Tiere nach der großen Flut die Arche verließen, um sich an Land eine neue Heimat zu suchen.
Gestaltungsidee

Die Farben dieses Aufbruchs festzuhalten, die Freude über die Vielfalt der Tiergestalten selbst zum Ausdruck zu bringen, kann zu einer wunderschönen Gestaltungsaufgabe führen: Jeder kann sein eigenes Tierpaar entwerfen und herstellen. Das klingt komplizierter als es ist. Denn bei dieser Aufgabe braucht sich keiner daran zu halten, dass Giraffen einen langen Hals, Schweine einen Ringelschwanz und Elefanten einen Rüssel haben. Jeder kann die Tiere nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten: Kühe mit Giraffenhälsen sehen lustig aus, hellblaue Elefanten mit Riesenohren erinnern an Dumbo, den fliegenden Elefanten, Pferde mit langer Mähne und einem Horn lassen das Einhorn wieder lebendig werden. Fantasie haben die Kinder genug. Wenn sie dann noch bunte Stoffe verwenden, wird das Ergebnis eine farbenprächtige Sammlung von Fabelwesen sein.

Ihr braucht:

  • jede Menge kunterbunte Stoffreste
  • Stecknadeln
  • Scheren (wenn vorhanden eine Stoffschere), Pappe- und Papierscheren
  • Bleistifte und Radiergummis
  • Kohlepapier
  • Nähgarn und Nadeln
  • Kleber, Füllwatte, Filzstifte und Zwirn

So geht's:

Jedes Kind entwirft sein Fantasietier. Dabei soll ganz viel ausprobiert werden. Es empfiehlt sich also, einen dicken Radiergummi daneben zu legen, denn wer weiß schon vorher, ob das känguruähnliche Wesen mit dem Beutel auf dem Rücken tatsächlich so bleiben soll oder ob der Beutel nicht doch besser auf dem Kopf getragen wird. Der Fischvogel mit den Rückenflossen will vielleicht doch keine Flügel haben, also weg damit. Am Anfang werden die Wesen vielleicht noch „echten“ Tieren ähneln, aber schon bald wird die Fantasie beflügelt und es entstehen immer fantasievollere Fabeltiere. Wenn die Kinder mit ihren Entwürfen fertig sind, werden diese mit Kohlepapier auf die (nicht so dicke) Pappe übertragen und ausgeschnitten. Die so entstandenen Schablonen werden jetzt auf den ausgewählten Stoff platziert, der vorher doppelt gelegt wurde. Die Umrisse der Schablone werden mit einem Stift auf die oberste Stofflage übertragen. Damit die untere Lage beim Ausschneiden nicht verrutscht, wird nach dem Entfernen der Pappe der Stoff mit Stecknadeln zusammengeheftet und die Umrisse mit einer Stoffschere ausgeschnitten.

Je nach Geschicklichkeit des Kindes werden die beiden Teile am Rand entlang entweder zusammengeklebt oder zusammengenäht. Ein kleines Stück bleibt offen, denn dort kann die Füllwatte hineingestopft werden. Nicht zu viel Watte verwenden, der Körper soll sich zwar runden, sollte aber nicht unbedingt hart und fest sein. Dann gelingt es auch besser, das letzte Stückchen zusammenzunähen. Es kann auch geklebt werden nur meistens kleben dabei eher die Finger als die Stoffhälften zusammen. Jetzt braucht das Tier noch Augen, Nase und Ohren, die mit den Filzstiften aufgemalt werden. Fertig ist das Wundertier.

Wenn alle Tiere mit einem Zwirnfaden untereinander gehängt werden, entsteht ein wunderschöner farbenprächtiger Wandbehang.


Weitere Ideen finden Sie im Buch:
Maja Hasenbeck
Frühling, Sommer und viel mehr
Die Jahreszeiten mit Kindern erleben
Burckhardthaus-Laetare, 2014



Foto: Poznyakov / Shutterstock.com

Teilen auf
Teilen auf Facebook
0
0