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Für die Praxis › Forschen & Entdecken
Veröffentlicht am 16.06.2017  Geschrieben von Redaktion

Der große Wurf - Samenkugeln selbst gemacht!

Frühling! Nicht nur die Igel sind wach geworden, auch die ersten Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind unterwegs. Ihr könnt ihnen helfen, Futter zu finden, indem ihr mit den Kita-Kindern Blumen aussät. Denn in den Blüten finden Insekten den Nektar, den sie brauchen. Besonders viel Spaß macht das Aussäen mit Samenkugeln. Man kann sie auch auf Flächen werfen, auf denen sonst nicht so viel wächst.

Ihr braucht:

  • torffreie Gartenerde
  • heimische, bienenfreundliche Blumensamen, zum Beispiel Lavendel, Kornblume, Tagetes (Studentenblume) oder Ringelblume
  • Tonpulver, alternativ Gips, Lehm oder Öko-Katzenstreu (ohne Pflanzenfasern)
  • einen Löffel
  • ein Glas Wasser
  • einen großen Teller
 

So geht's:

Für etwa acht Kugeln: Mischt drei Löffel Gartenerde mit drei Löffeln Tonpulver. Gebt einen Löffel Blumensamen dazu und mischt alles gut durch.



Nach und nach etwas Wasser hinzufügen, bis eine gut knetbare Masse entstanden ist.



Formt dann runde Bällchen aus der Samenkugelmasse, ungefähr so groß wie eine Walnuss.
TIPP: Wenn ihr bunte Kugeln möchtet, wälzt sie in Paprika- oder Kurkumapulver.



Legt die Bällchen auf einen Teller und lasst sie an einem nicht zu schattigen und nicht zu sonnigen Ort drei bis vier Tage trocknen. Dann kann es rausgehen: Sucht euch eine Wiese oder eine Brachfläche in der Umgebung, die ein paar Blumen vertragen könnte. Es dauert ungefähr drei Wochen, bis die ersten Blumen sprießen.



Was passiert da?
Mit Hilfe der Samenkugeln können die Samen nicht nur gestreut, sondern weit geworfen werden (deswegen der Ton oder Gips). Zum anderen haben die Keimlinge bereits Nahrung und etwas, auf dem sie wachsen können (Erde). Gips und Ton halten außerdem die Feuchtigkeit und schützen das Saatgut vor hungrigen Insekten oder Vögeln.


Wenn ihr auf fremdes Gelände werft, achtet darauf, dass die Samenkugeln nicht auf privatem Grund und besonders nicht auf landwirtschaftlichen Flächen oder in anderen Gärten landen.

Weitere tolle Ideen in Zusammenarbeit mit Haus der kleinen Forscher findet ihr in den Gecko Bilderbuchzeitschriften.




Fotos: Petra Wiedemann






 

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