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Für die Praxis › Sprache & Gemeinschaft
Veröffentlicht am 23.08.2016  Geschrieben von Redaktion

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Um sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren, sind soziale Kompetenzen und Emotionen Voraussetzungen. Diese müssen Kinder erst lernen. Wenn Kinder sich in andere einfühlen und deren Perspektiven erkennen können, dann haben sie soziales Verständnis. Das ermöglicht Kindern, das Verhalten anderer zu verstehen und auch die Reaktion anderer auf das eigene Verhalten vorherzusagen. Die Perspektivenübernahme gilt als Schlüssel zu sozialem Handeln.
Umgang mit Gefühlen
Durch die Körpersprache drückt man Gefühle am stärksten aus. Kinder müssen erst lernen, wie sie ihre Gefühle umgehen und auf die Gefühle anderer reagieren können. Der Einfluss von den Gefühlen der Bezugspersonen spielt dabei eine große Rolle. Laut dem Bayerischen Bildungs- und Erzieherungsplan zeigen Kinder erste Ansätze von Empathie und Hilfsbereitschaft schon ab zwei Jahren. Im heutigen Bildungsprozess hat das Thema Gefühle eine bedeutende Stellung. Über Gefühle nachzudenken und zu reden hilft Kindern, die eigenen Gefühle zu erkennen. So können sie die Gefühle besser kontrollieren und damit umgehen. Kinder, die sich ihrer eigenen Gefühle bewusst sind, können das emotionale Erleben anderer verstehen. Sie sind sozial kompetenter.
 
Konfliktmanagement – konstruktives Konfliktlöseverhalten
Konflikte werden oft mit aggressiven Verhalten gleichgesetzt. Sie gehören aber zum Alltag. Durch Konflikte drückt man seine Interessen und Bedürfnisse aus – damit sind Konflikte Teil der menschlichen Kommunikation. Erwachsene greifen häufig ein, wenn Kinder untereinander streiten. Dabei realisieren sie nicht, dass Kinder ihre Konflikte selbst lösen können. Positive Erfahrungen in der Konfliktlösung machen Kinder stark – sie lernen daraus. Ein wichtiges Bildungsziel ist es, Kindern früh zu helfen, Konfliktstrategien einzuüben. Konfliktbewältigung in der Erziehung schafft die Chance, dass Kinder schwierige Situationen besser verstehen. Konstruktives Streiten und Auseinandersetzungen gehören zu einer pädagogisch wertvollen Erziehung und zu einem demokratischen Miteinander.
 
Diese Woche geht es im KitaClub um Gefühle, insbesondere um Wut und Trotz. Neben pädagogisch wertvollen Spielen zur Konfliktlösung gibt es tolle Verlosungen.
 
Quelle: Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung

Foto: Nailia Schwarz / shutterstock

 

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Konflikte gehören zum Kita-Alltag. Offen und richtig ausgetragen, können sie positive Veränderungen mit sich bringen.