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Für die Praxis › Sprache & Gemeinschaft
Veröffentlicht am 21.07.2016  Geschrieben von Redaktion

Seifenblasen, Luft und Wasser

Rhythmus und Klang, Visualisierung von Rhythmus (Interonset-Intervall), Blasinstrumente
Seifenblasen schweben in der Luft, berühren den Boden und zerplatzen. Ihre Bewegungen im Raum, ihre Schwerelosigkeit und zarte Explosivität regen zu entsprechenden Bewegungsqualitäten und musikalischen Aktionen an. Der chaosartige Tanz vieler oder das ruhige Gleiten einzelner Seifenblasen ermöglichen den Transfer in Musik, Bewegung und Bild bis hin zur traditionellen Notenschrift. Der bewusste und gestalterische Einsatz der Atemluft wird in diesem Themenkreis zur Erzeugung von Seifenblasen, aber auch von Wasser- und Blasinstrumentenklängen genutzt.

Ihr braucht:

  • Seifenblasen, Strohhalme, Wasserbehälter, Papier, Stifte, Punktegrafiken blanko
  • Trommeln, Kalimba, Stabspiele, Lotusflöte, Blasinstrumente, Sirenen
  • Aufnahme von „Tilliboyo (Sunset)“ vom Kronos-Quartett
  • Abbildungen: Seifenblasen, Punkte-Grafik (unten zum Herungerladen)
  • Lied: „Seifenblasen“ (unten zum Herunterladen)

Seifenblasen

Die Kinder pusten nacheinander Seifenblasen in die Luft und spielen damit. Der hohe Aufforderungscharakter
der Seifenblasen verführt dazu, die anderen mitagierenden Kinder in ihren Bewegungen nicht wahrzunehmen. Ein gut strukturiertes räumliches und personenbezogenes Setting hilft Zusammenstöße zu vermeiden. Kleine Wahrnehmungsübungen ermöglichen Aufmerksamkeit für das eigene Tun und das der anderen zu erlangen:
  • Spielvarianten alleine (jedes Kind hat seinen Platz und pustet die Seifenblasen nur für sich in die Luft): freies Spiel; alle Seifenblasen so schnell wie möglich zum Platzen bringen eine Seifenblase mit dem Finger verfolgen, ohne sie zu berühren, bis sie von selbst platzt Seifenblasen mit verschiedenen Körperteilen berühren.
  • Die Kinder agieren räumlich sichtbar als Paare. Abwechselnd pusten sie Seifenblasen in die Luft und spielen damit. „Achtet auf das Spiel eurer Partnerin/eures Partners.“ Spielvarianten wie oben gleichzeitig oder im Wechsel.
  • Die Kinder agieren räumlich sichtbar als Kleingruppe; Spielvarianten siehe oben.
  • Ein Kind geht mit den Seifenblasen durch den Raum, ein anderes Kind folgt ihm und bringt Seifenblasen so schnell wie möglich zum Platzen.
    Variante: Zwei Paare bewegen sich entsprechend durch den Raum. „Achtet bei euren Aktionen auf das andere Paar.“
  • Eigene Spielregeln erfinden.

Die Lehrperson singt den ersten Teil des Liedes „Seifenblasen“. Nach jeder Liedzeile hält sie inne, pustet Seifenblasen in die Luft und regt die Kinder an, ihre Hände wie die Seifenblasen zu bewegen. Mal bläst sie sehr viele Seifenblasen, mal nur eine bis zwei Seifenblasen in die Luft.

Die Lehrperson pustet Seifenblasen in die Luft und bittet die Kinder, sich beim nächsten Mal eine Seifenblase auszusuchen. Sobald diese Seifenblase platzt, soll ein Stimmgeräusch erklingen.

Variante 1: Solange die Seifenblase schwebt, singen alle einen Ton. Wenn die Seifenblase platzt,
endet die Stimmaktion. Jeder kann sich eine eigene Seifenblase aussuchen.
Variante 2: Die Lehrperson zeigt auf eine Seifenblase, die von allen mit den Augen verfolgt und
mit der Stimme begleitet wird, bis sie platzt.

Der Seifenblasen-Behälter und eine Kalimba – die zuvor von allen ausprobiert wurde – wandern im Kreis herum, von Kind zu Kind (bei acht Kindern: das erste Kind erhält die Seifenblasen, das fünfte Kind bekommt die Kalimba). Das erste Kind pustet Seifenblasen in die Luft, die vom gegenübersitzenden Kind klanglich auf der Kalimba begleitet werden, solange, bis alle Seifenblasen geplatzt sind. Nun wandern der Seifenblasen-Behälter und die Kalimba zum rechten Nachbarn, usw. Variante: Die Lehrperson singt eine Liedzeile des ersten Teils und hält inne. In die Pause hinein folgen die Seifenblasen-Aktion und das Kalimba-Spiel der Kinder.

Die Kinder malen Seifenblasenbilder (in der Stunde oder zu Hause). Es folgt ein Gespräch über die Bilder: Wie sind die Seifenblasen angeordnet? Sind es viele oder wenige, mit viel oder wenig Platz dazwischen? Sind sie räumlich unregelmäßig oder regelmäßig angeordnet? Fliegen sie hoch oder tief? Die Lehrperson erstellt daraus Grafiken.



timpano. Elementare Musikpraxis in Themenkreisen für Kinder von 0 bis 10. Hrsg. von Michael Dartsch, Camille Savage-Kroll, Kitty Schmidt, Marianne Steffen-Wittek, Barbara Stiller und Corinna Vogel. Bosse Verlag 2016.
 
Weitere Informationen auf: www.timpano.de

Foto: Dubova / shutterstock

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