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Veröffentlicht am 11.05.2016  Geschrieben von Melanie Fehring

Stress abstreichen und sich einfach mal hängenlassen

Wie ihr am besten nach einem stressigen Kita-Alltag abschalten könnt? Wir geben euch drei Tipps, wie das am besten klappen kann.

Stress abstreichen

Schon gewusst?
Viele Menschen definieren den Feierabend mit Freizeit, Zeit für mich, Zeit für Hobbys, Ruhezeit, Zeit für Müßiggang, Familienzeit, Zeit für Haustiere, Reisezeit … Kaum jemand erwähnt in diesem Zusammenhang Arbeit, Planungen oder Nachbereitungen. Und das ist auch gut so! Denn der Feierabend gehört dir und deiner Entspannung. Nutzt also die Freizeit, und verschiebt alle Gedanken, Sorgen oder Vorbereitungen auf den nächsten Arbeitstag.

So geht’s
Setzt euch direkt auch dem Arbeitstag auf die Couch oder an euren Lieblingsplatz. Streckt Arme und Beine aus, und denkt an die stressbringenden und nervenaufreibenden Situationen des gelaufenden Arbeitstages. Bei jedem aufkommenden Gedanken streicht eure Gedanken von oben nach unten mit der flachen Hand auf Armen, Beinen oder dem gesamten Körper ab und lösen sich so von ihnen. Ein wohltuendes Ritual, mit dem Sie in einen Abend voller Erholung starten.

Tipp
Manchen Menschen hilft es bei diesem Ritual, wenn sie dabei entspannende Musik oder ihre Lieblingshits hören.

Variationen
Zum Ende einer Dienstbesprechung könnt ihr euch gegenseitig den Stress abstreichen. Hierfür bilden sich Paare. Eine Kollegin stellt sich vor die andere und lässt den Oberkörper mit dem Kopf Richtung Boden hängen. Die zweite Kollegin streicht Rücken, Beine, Arme und Kopf von oben nach unten mit der flachen Handinnenseite aus. Diese Methode können Kinder auch nach einem Konflikt einsetzen. Nach einer Klärung des Streits mit Worten streichen die Kinder sich gegenseitig den Ärger ab.
 
 

Bitte einmal hängen lassen

Schon gewusst?
Sich täglich bewusst Zeit zum Ausruhen zu nehmen, fördert das Wohlbefinden. Richtet euch mehrmals am Tag euer Bewusstsein auf einen Ruhezustand und schalten Gedanken, Pläne und Pflichten aus, so sind schon fünf solcher Minuten für den Geist ausreichend, um dem Alltagsstress kurzweilig zu entfliehen. Der Körper benötigt jedoch liegend zunächst 15 Minuten, um zu entspannen, bevor er sich nicht mehr selber stützt und wirklich ruht.

So geht’s
Sucht euch nach Dienstschluss, wenn möglich im Garten, auf dem Balkon oder auch der Wohnung, eine Hängematte. Auch Hollywood-Schaukeln haben ähnliche Wirkung. Legt euren Körper ab, und lasst euch hängen. Eine Ruhephase von 30 Minuten mit geschlossenen Augen lädt zum Träumen und Entspannen ein und gibt ein Stück Kraft zurück.

Variationen
Auch Schaukeln, Seile mit Knoten, Schaukelbananen und-pferde laden ein, sich einmal hängen zu lassen. In den ersten Abendstunden sind viele öffentliche Spielplätze nicht besucht und bieten auch für die erwachsene Vergnügungslust eine wunderbare Gelegenheit. Während des Arbeitsalltags als Erzieherin gehört ihr zu den wenigen Menschen, die sich das Schaukel-Vergnügen auch tagsüber erlauben dürfen. Schaukelt doch einmal gemeinsam mit einem Kind auf der Schaukel des Außengeländes. Hierfür klettert das Kind auf euren Schoß, sodass ihr Blickkontakt habt und die Beinpaare jeweils in die entgegengesetzte Richtung zeigen. Mit Schwung wird in Richtung Himmel geschaukelt. Und haben Sie Lust zum Fliegen? Auch fünf Minuten Trampolin springen macht den Geist frei.
 
 

Ich mag an Dir

Schon gewusst?
Viele Menschen erinnern sich schneller und intensiver an kritische Worte, die sie einmal über sich oder ihr Verhalten gehört haben, als an nette und positive Aussagen zu Ihrer Person. Umso wichtiger ist es im Alltag, immer wieder positive Äußerungen, wertschätzende Aussagen und zusagende Ansichten zu hören und auch anderen zu sagen.

So geht’s
Beginnt die Dienstbesprechung mit stärkenden und positiven Eindrücken, die ihr für jede einzelne Mitarbeiterin aussprechen. Hierfür setzen sich alle Kolleginnen in einem Stuhlkreis beisammen. Eine Person setzt sich in die Mitte des Kreises auf einen Stuhl. Nun regnet es drei Minuten aufbauenden Worte für diese Person. Die Mitarbeiter rufen der Kollegin in der Mitte gute Eigenschaften, Komplimente für ihr Äußeres, Talente, Fähigkeiten, Taten, Charakterzüge, Gewandtheiten und Vorzüge zu. Das Ritual ist beendet, wenn alle Teilnehmer einmal im Kreisinneren genießen durften.

Variation: Anerkennung mit Abstand
Manche Personen fällt es schwer, wohlwollende Worte in der Gruppe anzunehmen, ohne dass sie dabei peinlich berührt sind. Eine Alternative zum Sitzkreis mit Präsentierteller in der Mitte ist ein Platz außerhalb des Kreises. Versteckt in einer Nische oder umgedreht in einer Ecke des Raumes, können die Personen, auf die ihr verwöhnende Worte regnen lassen, dem positiven Tratsch über sich vielleicht entspannter laufen.

Tipp
Auch Eltern hören gerne positive Rückmeldung. Verbessern Sie die Stimmung, und nehmen Sie sich vor, einmal am Tag einem Elternteil eine gute Nachricht zu übermitteln.

Foto: Gajus / shutterstock

Mehr Ideen zum Motivieren, Entspannen und Kraftschöpfen findet ihr in der Stress-weg-Box für Erzieherinnen.
 

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